|
Beispiele:
Crazy Horse Memorial Ride, Little Bighorn Ride, Laborday Ride und Sobriety Ride.

Bam Brewer ist u.a. Initiator des Crazy Horse Memorial Rides. Der fünftägige Ritt wird seit Jahren im Juni unter der Leitung spiritueller Führer von Fort Robinsion (dort wurde 1877 der legendäre Lakota Häuptling Crazy Horse ermordet) bis Pine Ridge mit mehr als 100 Jugendlichen und Erwachsenen durchgeführt. Er dient der Rückführung zur ihrer eigenen Identität und Kultur und als Schutzmaßnahme vor Alkohol und Drogen.
Eine weitere Aktion für Jugendliche ist der Sobriety Ritt, welche im Juli durchgeführt wurde. Die Kinder wurden bewusst mit ihren Pferden durch White Clay geführt, einer Grenzgemeinde die vorrangig aus Holzhütten besteht, welche fast ausschließlich dem Verkauf von Billig-Alkohol dienen. Die Teilnehmer des
Sobriety Ritts hielten dort demonstrativ an, um zusammen mit den Kindern für die vielen betrunkenen Indianern zu beten, die vor den Hütten lagen.
Verschiedene Workshops mit Kindern und Jugendlichen sind bereits durchgeführt worden, regelmäßige Woodcrafting Kurse, Kräuterexcursionen, u.a. mit dem Wild Life Biologen Richard Sherman, sowie mehrtätige Wilderness Camps
sind geplant. Wahrend der Wintermonate wurden verschiedene Workshops für die Jugendlichen durchgeführt wie z. B. Halfter anfertigen, Bilderrahmen aus Holz, Besuch einer Landwirtschaftsausstellung in Rapid City mit Übernachtung und Essen und Kinobesuch.
Die Sunka Wakan Na Wakanyeja Awicaglipi ist eine gemeinnützige Organisation, die die Reitkunst auf der Pine Ridge Reservation, fördert. Die Organisation bietet benachteiligten Kindern, eine Chance mit Pferden zu arbeiten oder bei Pferdeveranstaltungen teilzunehmen. Die Organisation ist in einem kontinuierlichen Prozess, um Reitkunstprogramme zu entwickeln, welches Kinder ermutigen soll, sich persönlich herauszufordern, und mit anderen zu arbeiten, als ein Team.
Die gemeinzügig Organisation „SWnWA.“ wurde von einer Gruppe Menschen mit unterschiedlichem biographischen Hintergrund ins Leben gerufen. Ihr Vorsitzender Wendell Yellow Bull ist früherer Polizei-Offizier.
Er berichtet: „Ich begann mit Jugendlichen der Klassen 5 bis 8 in Schulen im Rahmen der D.A.R.E.( Drug and Alcohol Resistance Education) auf der Pine Ridge Reservation zu arbeiten. Später nahm ich an kulturellen Pferderitten teil, wie etwa den Little Bighorn- und dann auch den Crazy Horse-Gedenkritten.“
Der zweite Vorsitzende Charlie „Bamm“ Brewer betreibt eine Bison-Ranch auf der Reservation. Er bietet Büffel-Touren und Jagden an, um Schulkindern, die in der Schule Kulturunterricht erhalten, die enge Verbindung zu Bison und Pferd zu vermitteln. Er ist auch der Begründer des Crazy Horse-Gedenkrittes. Er erfüllte sich einen lang gehegten Traum, als er tatsächlich vier Jahre daran setzte, um diesen Ritt zu verwirklichen. Er sagt dazu: „ Es war Absicht, den Geist von Crazy Horse über die Grenzen von Fort Robinson hinaus zu tragen, dem Ort in Nebraska, an dem er getötet wurde“. Inzwischen hat der Crazy Horse-Gedenkritt eine große Teilnehmerzahl gefunden, bei Oglala und Nicht-Oglala gleicher Maßen. Daher gilt dieser Ritt weiterhin als Zeichen der Ehrerbietung gegenüber dem Kriegshäuptling Crazy Horse. Bilder vom Crazy Horse Ritt.
Die Schriftführerin Roswitha Freier stammt aus Deutschland und war mit einem Stammesmitglied verheiratet. Sie betreibt den „Singing Horse“ Handelsposten auf der Pine Ridge – Reservation. Sie hält Pferde und ermöglicht es Kindern, das Reiten zu erlernen. Sie unterstützt einige Kinder aus der Wounded Knee-Gemeinde bei kulturellen Ritten.
Der Schatzmeister William „Shorty“ Brewer ist ehemaliger Polizei-Offizier und arbeitet zur Zeit als Vize Präsident der Oglala Nation. Er züchtet auch Pferde und arbeitet eng mit den Jugendlichen aus den Vorstädten von Pine Ridge zusammen, wo die Jugend unter städtischem Einfluss steht. Einige hatten noch nie Gelegenheit, ein Pferd zu reiten. Sie werden in eher lockerer Weise dahin geführt, städtische Reiter zu sein, doch sie besitzen Mut und Ausdauer, das Reitertraining durchzustehen.
Das Mitglied Eugenio White Hawk arbeitete als Polizei-Offizier über 17 Jahren, hier auf der Pine Ridge-Reservation. Seit Jahren macht er es sich zur Aufgabe, die ursprünglichen kulturellen Pferde-Wettbewerbe wieder ins Leben zu rufen, die die Oglala nutzten, um ihre reiterliche Kunstfertigkeit zu verbessern, die ihr Volk seit je für die Jagd und für die Verteidigung brauchte. Im Jahr 1992 war er einer der Mitbegründer des Little Bighorn – Gedenkrittes.
Das Mitglied Bryan Dean ist Rancher auf der Pine Ridge –Indianerreservation. Die meist Zeit seines Lebens hat er Pferde trainiert und gezüchtet. Er stellte der Jugend von Pine Ridge das Reiter-Training vor. Bryan und seine Familie beteiligten sich auch am Crazy Horse – Gedenkritt.
Das Mitglied Bennet Serria ist früherer Rodeo-Teilnehmer und hat sein eben lang mit Pferden gearbeitet. Er ist ausgebildeter Veterinär-Techniker. So besitzt er auch die nötige Qualifikation für die Reiter-Fertigkeiten, die er denjenigen, die mehr über den Umgang mit Pferden erfahren wollen, kostenlos vermittelt. Auch er beteiligt sich an den Gedenk-Ritten.
Mel Lone Hill, traditioneller Häuptling der Oglala Nation, ist ständiger Begleiter der SWnWA. Organisation auf ihren Ritten.
Der Name „Sunka Wakan na Wakanyeja Awicaglipi“ wurde von den Mitgliedern des Vorstandes mit “Pferd und Kind wieder zusammenbringen“ ausgesucht. Es ist ein langer Name, und einige Mitglieder haben noch Schwierigkeiten mit der Aussprache.
Als sich die Organisation als „nicht gewinnorientiert“ festlegte, wurde vergessen, in die englische Übersetzung das Wort „heilig“ aufzunehmen. Doch war der Vorstand damit einverstanden, da ihnen selbst die Bedeutung bekannt ist. Zumal Übereinstimmung darüber bestand, welche Vision sie alle mit diesem Namen verbinden: Pferd und Kind wieder zusammenzuführen, um den spirituellen und den körperlichen Anteil von Mensch und Pferd wieder in Beziehung zueinander zu bringen.
Die Vorstandsmitglieder überlegten und erzählten jeder auf seine Weise, wie jedem von ihnen das Wissen über sich selbst und über seine Herkunft aus dem Leben geschwunden war. Sie stellten übereinstimmend fest, dass viele unterschiedliche Kulturen auf die Jugend Einfluss nähmen. Es sei ein langer Prozess der Selbstbesinnung nötig, eine natürliche Beziehung zur Welt von heute wieder herzustellen. Die wöchentliche Radio-Pferdeshow im Radiosender KI.L.I (die Stimme der Oglala Nation) steht in erster Linie, um diese Beziehung wiederneu zu schaffen.
Die Sunka Wakan na Wakanyeja Awicaglipi unternahmen im Mai 06 einen Ausflug in die Manderson- Gemeinde, um die eigene Herstellung von Pferde-Zaumzeug zu erlernen, sodass jeder Jugendliche es für den Gedenkritt benutzen kann. Dieser Zaumzeug-Workshop gibt ihnen eine Möglichkeit, eigenes Zaumzeug für die Teilnahme an diesen Ritten selbst herzustellen. Inzwischen gibt es Pferde, die von ihren Besitzer den jungen Reitern zur Verfügung gestellt werden, doch es mangelte bisher an der nötigen Ausrüstung. Nun aber, mit einem Zaumzeug, kann er oder sie zumindest ohne Sattel an einem Ritt teilnehmen
Außerdem wurden verschiedene Workshops mit den Kindern und Jugendlichen bereits durchgeführt sowie regelmäßige Holz Handarbeit Kurse, Kräuterexkursionen, mit dem Wild Life Biologen Richard Sherman, sowie mehrtätige Wildnis Camps, erste Hilfe Kurse, Ausflüge. uvm.
Der Sunka Wakan na Wakanyeja Awicaglipi Aufsichtsrat ist Ihnen sehr dankbar und schätzt Ihre Spenden, Geschenke und Hilfen an die Organisation sehr.
Wendell W. Yellow Bull
(Präsident)
|